der große Kreis

Ein Musik-Theater ganz frei nach Igor Strawinski - Das Frühlingsopfer

der grosse Kreis
Photo: Theater im Glashaus

„Der große Kreis“ entstand aus einer Auseinandersetzung mit Igor Strawinskis Komposition „Das Frühlingsopfer”, die 1914 zusammen mit dem Russischen Ballett uraufgeführt wurde.

TiG hat mit einer eigenwilligen Inszenierung eine spannungsreiche Antwort auf die archaischen Themen gefunden, die dem ursprünglichen Werk zugrunde liegen.

Lebenszyklen, Entstehen und Vergehen, die schlafende und wieder erwachende Natur sind Ausgangspunkte des Bilderreigens. Es geht um Leben und Sterben, Kämpfe und Opferrituale. Es geht um Erde, um Boden, um unser Verhältnis zur Natur und zum Leben. Wir beobachten unsere Körper und ihre Möglichkeiten, roh und klar ihre Existenz zu manifestieren. So erschafft die Gruppe bewegende Kreisläufe zwischen Ritual, Magie und der Freude am Leben.

Das TiG-Ensemble spielt seine musikalische Bearbeitung der Themen mit einer Mischung aus computergestützten, selbstgebauten Instrumenten und Klangobjekten. Eine eigens für dieses Stück entwickelte interaktive Musikmaschine macht es der Gruppe möglich Strawinskis starke Rhythmik nachzuzeichnen und intensive, aufwühlende Atmosphären zu erzeugen.

Die Premiere findet am 24. Oktober 2014 um 20 Uhr im Theaterstudio der Gruppe in der Kunstmühle in Braunschweig statt.

Ensemble: Frank Dettmer, Reinhard Dittrich, Jacqueline Harborth, Frank Harborth, Arno Thoms, Sonja Heydenbluth, Werner Speitling, Gabi Stock, Francesco Zanotti

Künstlerische Leitung: Elke Utermöhlen, Martin Slawig (blackhole-factory)
Musikalische Leitung: Martin Slawig

Ein Projekt der Lebenshilfe Braunschweig, gefördert von der Aktion Mensch

über Land und Mehr – die Sammlung

Berichte von einer Expedition zu den Grenzen des Bekannten

Land+Mehr1Raum

Im Herbst 2013 zeigte TiG die Performance „Über Land und Mehr – Berichte von einer Expedition zu den Grenzen des Bekannten“. Im Rahmen dieses Projektes hat die Gruppe 25 Plätze in Braunschweig untersucht und dort Dinge, Klänge und Bilder eingesammelt. 
Thema der Untersuchung:
Orientierung im Alltag. Was ist uns bekannt, was unbekannt, was entdecken wir neu?

Die so entstandene Sammlung von Materialien wird nun in einer Ausstellung gezeigt. Neben den gesammelten Dingen gibt es die Möglichkeit, über eine interaktive Landkarte die Videos und Klänge miteinander zu mischen.
Ausserdem zeigt die Ausstellung eine Fotodokumentation der Expeditionen.

Die Installation in der Galerie EinRaum5-7 in Braunschweig, Mai 2014:

 

Bericht auf Kulturblog38
Bericht auf Kult-Tour-BS.de
Bericht auf dem Blog des Café Riptide
Fotos der Eröffnung auf einraum5-7.de

Über Land und Mehr in der Kunstmühle

Am 31. 10 und 1.11. 2013 zeigten die Schauspieler von  TiG die Bühnenfassung  ihrer Berichte von einer Expedition zu den Grenzen des Bekannten.
Im Verlauf des Jahres hat die Gruppe 25 Ausflüge unternommen, rund um die Stadt herum und kreuz und quer durch das Zentrum Braunschweigs.

Unser Thema hieß Orientierung.  An welchen Fixpunkten erkennen wir Orte wieder? Oder wie finden wir heraus wo wir sind, obwohl wir in genau dieser Straße noch nie waren? Was ist uns fremd, was ist überall gleich? Wir sammelten Eindrücke, Fotos, Videos, Klänge und viele Dinge, die wir auf den Expeditionen fanden. Wir stellten fest, dass liegen gebliebene Dinge nicht nur Müll sind, sondern uns auch Geschichten von den Menschen erzählen, die hier waren. Wir entdeckten die Schönheit in scheinbar „nutzlosem Zeug“, lernten Orte und Gegenstände „lesen“ und deren Erzählung zu entdecken.
So kam die Gruppe auf die Bühne in der Kunstmühle und entführte das Publikum zu einer ungewöhnlichen Reise durch Braunschweig. Es gab Hässliches und Schönes zu sehen, gesammelte Gegenstände wurden zu kleinen Landschaften aufgebaut, man konnte erfahren, wie früher Gleisbauer arbeiteten und man durfte sogar echtes Braunschweiger „Hochwasser“ kosten.
Nach viel Applaus und Lob für die Schauspielgruppe gab es zum Abschluß noch Sekt, Saft und eine schöne Premierentorte für alle. Die Torte war zum Glück so groß, dass die vielen Zuschauer, die am 2. Abend kamen, auch noch ein Stück probieren konnten.
Für TiG waren die beiden Abende ein gelungener Abschluss nach einem aufregenden Jahr mit vielen neuen Erfahrungen.

Über Land und Mehr war ja schon seit dem April in Braunschweig unterwegs und bekam viel Beachtung bei Ausflügen, die im Internet per Live-Sendung zu beobachten waren, durch Begegnungen mit Zuschauern draußen, bei Interviews und durch einen Bericht in der Neuen Braunschweiger. Und im August gab es Vorstellungen im Prozess, die im Rahmen des Festivals Wechselblick gezeigt wurden.
Nun freuen wir uns auf neue Abenteuer im Jahr 2014 und viele interessante Begegnungen mit dem Publikum.

Fotos von Klaus G. Kohn

Theater im Glashaus ist das Theater der Lebenshilfe Braunschweig