Gabi Stock

wir trauern um Gabi Stock

Gabi Stock
Foto: TiG

 

Für uns alle unerwartet ist Ende Juli 2015 unsere Freundin und Kollegin, die Schauspielerin Gabi Stock im Alter von 50 Jahren verstorben. Noch bis Ende Mai haben wir zusammen intensiv an dem neuen Theaterstück von TiG „Der 1000 Dollar Club“ geprobt, das sie mit ihrer sprudelnden Kreativität deutlich mitgeformt hat. Nun müssen wir schweren Herzens dieses Stück ohne sie zur Premiere bringen. Wir wollen aber auch als Würdigung ihres Einsatzes dafür, dieses Stück nicht ungespielt lassen.

Gabi kam 2013 zu TiG und hat gleich eine wichtige Position in der Performance „Über Land und Mehr“ übernommen, in der die Gruppe ihre Erkundungen in Braunschweig präsentierte. Mit großer Unbefangenheit und bewundernswertem Selbstbewusstsein hat sie in kurzer Zeit neue Spielszenen und Gestaltungsideen in diese Inszenierung eingebracht. 2014 wirkte sie als archaische Priesterin in dem Stück „Der große Kreis“ mit, in dem wir Strawinskis „Le Sacre du Printemps“ mit den TiG-eigenen Mitteln nachgezeichnet haben. Große Schönheit und Konzentration kennzeichneten Gabis Aktionen genauso wie ihr Sinn für Humor und Skurrilität. „Der 1000 Dollar Club“ hat Gabi ganz besonders viel Freude gemacht. Sie arbeitete an der Rolle der Polly Peachum und liebte die Idee, Mackie Messer zu heiraten. Gabi war beim Theaterspielen immer sehr genau und gewissenhaft und hat ihre Mitspieler mit ihrem Ehrgeiz und Elan beim Üben oft mitreißen können. Im 1000 Dollar Club hat sie noch einmal ganz neue Facetten ihrer wunderbaren Persönlichkeit zeigen können – wenn auch nur uns Mitspielern und einigen Probenbesuchern. Wir alle hatten Gabi sehr gern und werden sie schmerzlich vermissen. Nicht zuletzt ihr Lachen und die liebevolle Art, mit ihren Kollegen umzugehen werden für immer fehlen. Wir freuen uns, dass Gabi Stock unsere Freundin war und zumindest für eine Weile unser Theater unvergesslich mit gestaltet hat.

Der große Kreis – Dokumentation

Ein Musik-Theater ganz frei nach Igor Strawinski - Das Frühlingsopfer

Alle Informationen zum Projekt findet man hier.

Fotos der Premiere am 24.10.2014 von Klaus G. Kohn

Premiere: ‚Der grosse Kreis‘  – Ein Bilderreigen um Leben und Sterben, Kämpfe und Opferrituale. Es geht um Erde, um Boden, um unser Verhältnis zur Natur und zum Leben. TiG (Theater im Glashaus) erschafft bewegende Kreisläufe zwischen Ritual und Magie. Eine eigens für dieses Stück entwickelte interaktive Musikmaschine macht es der Gruppe möglich, Straqinskis starke Rythmik nachzuzeichnen und intenstive, aufwühlende Atmosphären zu erzeuen.

 

Video der Aufführung  am 31.10.2014 im Studio_A | Kunstmühle Braunschweig

 

Unter diesem Link findet man einen Bericht über die Premiere auf Kult-Tour Braunschweig .

Mehr Informationen über die Musik gibt es hier.

Sehr schöne Fotos von Angelika Stück von der Premiere findet man auf ihrer Facebook-Seite.

der große Kreis

Ein Musik-Theater ganz frei nach Igor Strawinski - Das Frühlingsopfer

der grosse Kreis
Photo: Theater im Glashaus

„Der große Kreis“ entstand aus einer Auseinandersetzung mit Igor Strawinskis Komposition „Das Frühlingsopfer“, die 1914 zusammen mit dem Russischen Ballett uraufgeführt wurde.

TiG hat mit einer eigenwilligen Inszenierung eine spannungsreiche Antwort auf die archaischen Themen gefunden, die dem ursprünglichen Werk zugrunde liegen.

Lebenszyklen, Entstehen und Vergehen, die schlafende und wieder erwachende Natur sind Ausgangspunkte des Bilderreigens. Es geht um Leben und Sterben, Kämpfe und Opferrituale. Es geht um Erde, um Boden, um unser Verhältnis zur Natur und zum Leben. Wir beobachten unsere Körper und ihre Möglichkeiten, roh und klar ihre Existenz zu manifestieren. So erschafft die Gruppe bewegende Kreisläufe zwischen Ritual, Magie und der Freude am Leben.

Das TiG-Ensemble spielt seine musikalische Bearbeitung der Themen mit einer Mischung aus computergestützten, selbstgebauten Instrumenten und Klangobjekten. Eine eigens für dieses Stück entwickelte interaktive Musikmaschine macht es der Gruppe möglich Strawinskis starke Rhythmik nachzuzeichnen und intensive, aufwühlende Atmosphären zu erzeugen.

Die Premiere findet am 24. Oktober 2014 um 20 Uhr im Theaterstudio der Gruppe in der Kunstmühle in Braunschweig statt.

Ensemble: Frank Dettmer, Reinhard Dittrich, Jacqueline Harborth, Frank Harborth, Arno Thoms, Sonja Heydenbluth, Werner Speitling, Gabi Stock, Francesco Zanotti

Künstlerische Leitung: Elke Utermöhlen, Martin Slawig (blackhole-factory)
Musikalische Leitung: Martin Slawig

Ein Projekt der Lebenshilfe Braunschweig, gefördert von der Aktion Mensch

weitere Informationen zum Projekt:
Die Musik
Dokumentation

Theater im Glashaus ist das Theater der Lebenshilfe Braunschweig