zu Hause

Die Installation ‚Zu Hause‘ entstand im Zusammenhang mit der Arbeit an dem Theaterstück „Party auf der Bounty“, das sich mit dem Wohnen in betreuten Wohnsituationen beschäftigt. Die Installation zeigt einige weitere Recherche-Ergebnisse, die das Theaterstück ergänzen.

Interaktives Video im Wohnzimmer – BewohnerInnen aus den Einrichtungen der Lebenshilfe Braunschweig stellen ihr Zimmer vor und berichten über ihr Leben und ihre besonderen Interessen. Die Filme wurden von den BewohnerInnen oder Mitgliedern der Theatergruppe selbst aufgenommen. Über ein Schaltpult auf dem Tisch können BesucherInnen der Installation den Ablauf der Filme verändern. Die Theatergruppe lädt ein zum Besuch „Zu Hause“.

Die Sammelkommode – Mitglieder der Theatergruppe und weitere Bewohner aus Einrichtungen der Lebenshilfe Braunschweig beteiligten sich an der Gestaltung der Kommode. Sie enthält Sammlungen von Objekten oder Gegenstände, die eine besondere Bedeutung für die jeweiligen BesitzerInnen der Schubladen haben. In einigen Schubfächern befinden sich Monitore, auf denen die Personen, die sie gestaltet haben, zu Wort kommen.
Besucher sind eingeladen, die Schubfächer zu öffnen!

„Zu Hause“ wurde gefördert von LAGS Niedersachsen, Aktion Mensch, Lebenshilfe-Stiftung Braunschweig

Party auf der Bounty

Premiere: 30.4.2004

„Party auf der Bounty“ ist ein Theaterstück über die Wohnsituation von Menschen mit Behinderung. In der Wohngruppe „Bounty“ findet eine Feier statt. Gäste werden erwartet. Max geht in die Luft, Heidi kocht Suppe. Die sieben Bewohner der Wohngemeinschaft laden Theaterbesucher ein, an ihrem Fest teilzunehmen und die Suppe zu kosten. Hier vermischen sich dokumentarische Materialien mit fiktiven Spielszenen und phantastischen Abenteuern. Die Schauspieler, selbst Bewohner in betreuten Wohngruppen, haben sich erlaubt, ihren Alltag einmal absolut unernst zu nehmen. Selbst Elfriede Unzufrieden verspricht, gute Laune zu haben. Orbi räumt auf. Musik: DJ Marokko.

„Party auf der Bounty“ ist ein dokumentarisches Theaterstück. Die Inszenierung enthält Videofilme, die von den SchauspielerInnen in ihren Zimmern und den Wohnungen von Freunden aufgenommen wurden. Das gesamte Material basiert auf den alltäglichen Erlebnissen der Gruppe und wurde kollektiv erarbeitet.

Gefördert von Aktion Mensch und Lebenshilfe-Stiftung Braunschweig
Regie: Elke Utermöhlen
Regieassistenz: Kristen Sonnenberg
Ausstattung und Bühnentechnik: Martin Slawig
Dokumentation: Martin Kroll
Die SchauspielerInnen:
Gisela Schulze als Heiderosi Schäfer
Jaqueline Harborth als Elfriede Unzufrieden
Frank Dettmer als MC Marokko
Reinhard Dittrich als Anton „Der Bomber“ Zimpel
Wolfgang Giesecke als Karl Rabe
Frank Harborth als Max Zander
Arno Thoms als Orbi Tentakel

Begegnung im freien Fall

Ein Theaterstück nach Bildern aus Lewis Carroll’s Alice im Wunderland. „Sie ist in ein Kaninchenloch geklettert und fiel in einen tiefen Schacht. Sie fiel und fiel und fiel. Nach einiger Zeit öffnete sie die Augen , und da sah sie die merkwürdigsten Sachen.“ In dieser Situation ist alles möglich. Und dorthin entführen die SchauspielerInnen ihr Publikum, das „im freien Fall“ eine Serie von surrealen Begegnungen erlebt.
Das Stück entstand aus Experimenten der Gruppe mit Klangobjekten und Video. Musik und Videobilder entstehen live auf der Bühne durch Aktionen mit Objekten. Die SchauspielerInnen selbst stellen auch das Kamerateam, das die überraschenden Begegnungen und Veränderungen der Szenerie ermöglicht. Bilder aus der Literatur scheinen auf und werden mit den Fantasien der Gruppe vermischt, die kraftvolle Antworten auf die Bedrohlichkeit des Fallens findet.

Premiere: 25.10.2003 im Rahmen des LOT-Theater Festivals „Schöne Aussicht“ 2003 in Braunschweig

Das Projekt wurde gefördert von Land Niedersachsen, Aktion Mensch, Stadt Braunschweig, Braunschweigische Landschaft e.V.

Regie: Elke Utermöhlen
Ausstattung und Bühnentechnik: Martin Slawig
Assistenz: Kristen Sonnenberg
Fotos: Martin Kroll
die SchauspielerInnen:
Jaqueline Harborth, Gisela Schulze, Frank Dettmer, Wolfgang Giesecke, Frank Harborth, Arno Thoms

Fantasien und Einbildungen auf Bahnhöfen

Die erste Produktion des Theaters im Glashaus unter der Regie von Elke Utermöhlen enstand 2001/2002.
Eine Gruppe von Menschen beim Aufbruch zu einer grossen Reise. Ängste und Fantasien über unbekannte Orte, aber auch die Langeweile beim Warten auf den Zug, bringen die Gruppe dazu, sich gegenseitig Geschichten zu erzählen. Voller Unruhe werden Koffer aufgestellt und wieder umsortiert, die so immer neue Raumsituationen entstehen lassen.

Die Geschichte von einem Aufbruch markierte auch den Aufbruch der Gruppe in das Abenteuer Theater.

Das Stück wurde 2001/2002 8 mal im Glashaus gezeigt.
Förderer: Lebenshilfe-Stiftung Braunschweig

Theater im Glashaus ist das Theater der Lebenshilfe Braunschweig

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